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den 30.10.2003 |
| Historische Kabinettsprotokolle |
Veröffentlicht am: 30.10.2003
Historische Kabinettsprotokolle der Bundesregierung ab heute im Internet
Was im Bonner Palais Schaumburg einst diskutiert und beschlossen wurde, ist jetzt jedermann online zugänglich: Knut Nevermann, Abteilungsleiter bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, schaltete heute im Berliner Kanzleramt die ersten Jahrgänge der vom Bundesarchiv für das Internet aufbereiteten Protokollserie des Bundeskabinetts und zweier Kabinettsausschüsse unter www.bundesarchiv.de/kabinettsprotokolle frei.
Mit Fördermitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat das Bundesarchiv die Jahrgänge 1957 und 1958 der seit 1982 erscheinenden Edition der Kabinettsprotokolle ins Internet gestellt. Die Protokolle des Kabinettsausschusses für Wirtschaft der Jahre 1956 - 1957 sowie des Ministerausschusses für die Sozialreform 1955 - 1960 sind ebenfalls nun online abrufbar. In kaum einem anderen Land findet sich ein vergleichbares wissenschaftliches Editionsprojekt. Durch den kostenfreien Online-Zugang mit komfortablen Navigations- und Recherchemöglichkeiten ist damit eine zeitgemäße Form der Bereitstellung historischer Quellen erreicht. Knut Nevermann erklärte: Es ist zu wünschen, dass dieses attraktive Angebot nicht nur der Forschung neue Zugänge bietet, sondern auch in der breiteren Öffentlichkeit Interesse findet.
Der Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam, Professor Christoph Kleßmann, bezeichnete die nun bereitgestellten Jahrgänge des Kabinetts von Bundeskanzler Konrad Adenauer als herausragend und unterstrich den nachhaltigen und bleibenden Wert von Quelleneditionen gegenüber mitunter bereits nach kurzer Zeit überholten Forschungsdarstellungen.
Für Professor Hartmut Weber, Präsident des Bundesarchivs, ist die Online-Präsentation der Kabinettsprotokolle ein weiterer wichtiger Meilenstein der Internet-Präsenz seines Hauses. Bereits seit längerer Zeit sind im Internet die Beständeübersicht, der zentrale Nachweis der Nachlässe in deutschen Archiven, ein elektronisches Inventar der archivalischen Quellen zur Euthanasie und eine zunehmende Zahl von Online-Findbüchern zugänglich. Im Rahmen der Regierungsinitiative BundOnline 2005 wird das Bundesarchiv weiterhin konsequent seine Erschließungsinformationen und auch digitalisiertes Archivgut im Internet bereitstellen und sich zunehmend um die Vernetzung auf nationaler und internationaler Ebene bemühen.
Es ist geplant, alle bereits erschienenen Bände der Edition digital aufzubereiten und ins Netz zu stellen. |
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| Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff: Existenzg |
Nr.: 251/2003 29.10.2003 Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff: Existenzgründer sind Zugpferde für Innovation und Wachstum
Wir brauchen mehr Unternehmer im Land, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff anlässlich der Verleihung des OZ-Existenzgründerpreises in Rostock.
Wir brauchen mehr Mut zur Selbstständigkeit und innovative, dynamische Firmen, die mit neuen Arbeitsplätzen dazu beitragen, dass junge Menschen nach der Schulzeit im Land einen Job finden. Zwischen Wismar und Wolgast fehlen uns 15.000 bis 20.000 kleine und mittlere Unternehmen, um die Wirtschaft auf eine stabilere Basis zu stellen. Existenzgründer sind Zugpferde für Innovation und Wachstum, sichern und schaffen Arbeitsplätze. Mit Mut und Ideen bringen sie das Land voran, so der Regierungschef.
Unternehmergeist und Mut zur Existenzgründung seien deshalb dem Land, gemeinsam mit Bund und EU viele Millionen Euro wert. Der Ministerpräsident verwies auf das Darlehen für Existenzgründerinnen, Qualifizierungs- und Ausgründungsförderung im Rahmen der Landesarbeitsmarktprogramme oder die Kampagne Einfach anfangen. Investitionszuschüsse, die Förderung von Betriebsübernahmen, Technologie- und Innovationsförderung rundeten das Angebot ab.
Ringstorff: Wir lassen junge Unternehmen auch auf Durststrecken nicht im Stich. Wichtig ist aber auch, dass die Banken stärker mitziehen und wieder erkennen, dass auch im Mittelstand Geld zu verdienen ist. Neben einem tragfähigen Konzept sei gründliche Vorbereitung, Beratung und Information die Basis einer erfolgreichen Gründung. Das Existenzgründertelefon beim Landesförderinstitut sowie das Gründerportal im Internet ermöglichten einen unkomplizierten Zugang zu den unterschiedlichen Institutionen.
Inzwischen gibt es im Land ein flächendeckendes Netz von Technologie- und Gründerzentren. Ende 2002 waren dort 330 Firmen mit etwa 1.800 Mitarbeitern tätig. Die hohe Auslastung der vermieteten Flächen zeigt, wie groß das Interesse an diesen Standorten ist. Der Aufbau weiterer Technologiezentren ist deshalb - wie beim Lasertechnologie- und Transferzentrum in Rostock - schon im Gange. In Wismar, Warnemünde und Schwerin sind in unmittelbarer Nachbarschaft der Technologiezentren Technologieparks entstanden, in denen junge Unternehmen in einem innovativen Umfeld auf Dauer erfolgreich produzieren können.
Besondere Unterstützung erführen die Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten. An allen Fachhochschulen gebe es inzwischen Existenzgründerbüros. Auch die Universität Rostock sei eine gute Adresse für künftige Unternehmer, wie 600 innovative Unternehmensgründungen von Absolventen in den vergangenen Jahren zeigten.
Abschließend forderte der Ministerpräsident eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung für Existenzgründer. Sie sei genauso wichtig wie Know-how, Infrastruktur und Startkapital: Da sind die Medien im Spiel. Initiativen wie dieser Existenzgründerpreis und die Berichte darüber machen vielen erst deutlich, was Existenzgründer in Mecklenburg-Vorpommern auf die Beine stellen, was Unternehmer für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt bedeuten.
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| Daten zur Abfallwirtschaft 2002 veröffentlicht - A |
Nr.: 196/03 29.10.2003 Daten zur Abfallwirtschaft 2002 veröffentlicht - Abfallaufkommen weiter zurückgegangen
Durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ist die Broschüre Daten zur Abfallwirtschaft 2002 herausgegeben worden. Es ist die elfte Bilanz in Folge zur Abfallwirtschaft in M-V. Darin werden die Entwicklung der Abfallmengen sowie die Entsorgung von Siedlungsabfällen, Abfällen zur Beseitigung aus anderen Herkunftsbereichen, von Bau- und Abbruchabfällen, Abfällen aus Abwasserbehandlungsanlagen sowie von Sonderabfällen dargestellt.
Die Ergebnisse bestätigen den seit Jahren anhaltenden Trend. Auch im Jahr 2002 ist das Abfallaufkommen weiter zurückgegangen. So betrug die Hausmüllmenge 278.180 Tonnen, was einem Aufkommen von 159 Kilogramm je Einwohner entspricht. Im Jahr 2001 waren es 174 Kilogramm und im Vergleich zum Jahr 1992, wo jeder Einwohner noch 345 Kilogramm Müll produzierte, hat sich das Hausmüllaufkommen mehr als halbiert, teilte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling heute in Schwerin mit.
Nahezu gleich geblieben sei seit 1999 die Menge an getrennt erfassten Abfällen zur Verwertung. Während von jedem Einwohner im vergangenen Jahr 36 kg Leichtverpackungen eingesammelt wurden (gegenüber 34 kg im Jahr 2001), gingen die Mengen bei Papier, Pappe, Karton um 4 kg und bei Glas um 1 kg je Einwohner zurück. Der Rückgang bei der Glaserfassung sei vor allem auf den verstärkten Einsatz von PET-Flaschen zurückzuführen.
Für die Entsorgung der Abfälle wurden im Jahr 2002 in M-V insgesamt rund 124 Millionen Euro ausgegeben. Die durchschnittlichen Entsorgungskosten pro Einwohner betrugen rund 71 Euro. Im Jahr 2001 waren es 144 DM.
Eine deutliche Steigerung ist nach den Worten Methlings bei den in M-V erzeugten Mengen an Sonderabfällen zu verzeichnen. Deren Gesamtmenge betrug 200.338 Tonnen gegenüber 144.407 Tonnen im Jahr 2001. Als Hauptgrund für die Zunahme nannte der Umweltminister die Einführung der Europäischen Abfallverzeichnisverordnung, durch die deutlich mehr Abfälle als gefährlich eingestuft werden.
Die Daten zur Abfallwirtschaft 2002 sind auf den Seiten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) unter www.lung.mv-regierung.de abrufbar. |
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