| Mittwoch,
den 19.11.2003 |
| Steuern |
Veröffentlicht am: 06.11.2003
Steuern Neue Steuerschätzung: Stagnation im laufenden Jahr, Zunahme im nächsten Jahr
Das Steueraufkommen wird 2003 mit 441,6 Milliarden Euro knapp auf der Höhe des vergangenen Jahres liegen. Damit dürften die Steuereinnahmen aber um insgesamt 8,2 Milliarden Euro geringer ausfallen als in der Mai-Schätzung angenommen. Für das kommende Jahr wird wieder eine Zunahme erwartet - und zwar um 2,7 Prozent oder 11,8 Milliarden Euro.
Das ist das Ergebnis Sitzung des Arbeitskreises Steuerschätzungen auf seiner 122. Sitzung vom 4. bis 6. November 2003 in Frankfurt am Main.
Die Steuereinnahmen des Bundes werden 2004 um ebenfalls 2,7 Prozent zunehmen, die der Gemeinden um 1,9 Prozent. Am meisten werden die Länder von der Aufwärtsentwicklung im nächsten Jahr profitieren: hier beträgt der Aufwuchs voraussichtlich 3,5 Prozent.
Die Schätzung geht vom geltenden Steuerrecht aus. Für das nominale Bruttoinlandsprodukt wurde eine Wachstumsrate unterstellt von einem Prozent für das laufende und von 2,5 Prozent für das kommende Jahr. Gegenüber der letzten Steuerschätzung vom Mai dieses Jahres wurde die Prognosen für 2003 und 2004 damit nach unten korrigiert.
Bundesfinanzminister Hans Eichel erklärte unterdessen, seinen Kurs fortzusetzen. Ohne nachhaltiges Wachstum könne es keine nachhaltige Konsolidierung des Haushalts geben, sagte Eichel. Dafür müssten auch im Bundeshaushalt die Voraussetzungen geschaffen werden. Insbesondere gelte es, unsinnige Subventionen abzubauen.
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| Mittwoch,
den 19.11.2003 |
| Rente |
Veröffentlicht am: 06.11.2003
Rente Maßnahmen zur Stabilisierung des Rentenbeitrages beschlossen
Der Bundestag hat das Maßnahmenpaket der Koalitionsfraktionen zur Stabilisierung des Rentenbeitrages in Höhe von 19,5 Prozent verabschiedet. Die Maßnahmen waren im Oktober beim so genannten Rentengipfel im Bundeskanzleramt von der Koalition beschlossen worden.
Die Maßnahmen dienen dazu, den Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung auch langfristig stabil zu halten. Dadurch wird es im kommenden Jahr für die Rentner statt der üblichen Rentenanpassung eine Nullrunde geben. Das bedeutet, die Renten werden im Jahre 2004 nicht erhöht. Weiterhin wird die Schwankungsreserve von jetzt 50 Prozent auf 20 Prozent einer Monatsausgabe der Gesetzlichen Rentenversicherung abgesenkt.
>> Erklärung zur Schwankungsreserve im Renten-ABC
Zu den am 6. November 2003 im Bundestag beschlossenen Maßnahmen gehört des weiteren, dass Rentnerinnen und Rentner ab 1. April 2004 den Beitrag zur sozialen Pflegeversicherung allein tragen müssen. Änderungen bei den Beitragssätzen zur Gesetzlichen Krankenversicherung werden in Zukunft zeitnah und individuell an die Rentnerinnen und Rentner weitergegeben.
Ebenfalls beschlossen wurde, dass vom kommenden Jahr an allen Neurentnern die Rente erst am Monatsende ausgezahlt wird und nicht mehr - wie bisher - zum Monatsbeginn. Diese Regelung bedarf allerdings der Zustimmung des Bundesrates. Damit können wesentliche Teile des vom Bundeskabinett am 19. Oktober beschlossenen Maßnahmenpakets ab 2004 in Kraft treten. |
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| Mittwoch,
den 19.11.2003 |
| Zukunft der Feuerwehren sichern |
Pressemitteilung von Donnerstag, 6. November 2003 Deutscher Städte- und Gemeindebund
Zukunft der Feuerwehren sichern
Unserem leistungsfähigen System der Freiwilligen und Berufsfeuerwehren eine gute Zukunft zu sichern, ist eine wichtige Herausforderung für die Städte und Gemeinden. Dieses wird angesichts der kommunalen Finanznot, vieler gesellschaftlicher Veränderungen und einer zunehmenden Vorschriftendichte aus Standards und Vorgaben der Europäischen Union immer schwieriger. Hierfür brauchen wir die Unterstützung von Bund, Ländern und vielen weiteren gesellschaftlichen Akteuren, sagte Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und dankte dem Deutschen Feuerwehrverband für die Gründung eines neuen Beirates, der sich heute in Berlin konstituiert. Durch die professionelle Leistung und das Engagement der mehr als 1 Million ehrenamtlich Aktiven und rund 26.000 hauptberuflichen Feuerwehrmänner und -frauen in den 25.000 kommunalen Feuerwehren verfüge Deutschland über ein schlagkräftiges Hilfeleistungssystem, das überall in kürzester Zeit bei Bränden, Unglücksfällen und für technische Hilfeleistungen zur Verfügung steht, jährlich in mehr als 3,5 Mio. Einsätzen. Dafür haben wir vor allem denjenigen zu danken, die sich ehrenamtlich in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren, so Landsberg weiter. Die Feuerwehren bildeten damit auch die flächendeckende Basis für das deutsche Gefahrenabwehrsystem in Katastrophenfällen.Landsberg benannte die sich stellenden politischen Aufgaben:- Alle Rahmenbedingungen müssen so gestaltet sein, dass auch künftig eine ausreichende Zahl von Freiwilligen zum dauerhaften ehrenamtlichen Engagement in den Feuerwehren motiviert werden kann.- Die Kommunen brauchen ausreichenden finanziellen Spielraum, um die Feuerwehren angemessen mit Gebäuden, Fahrzeugen, Geräten und dem Schutz der Feuerwehrleute dienender persönlicher Ausrüstung ausstatten zu können. Derzeit wendeten die Kommunen für den Feuerschutz jährlich über 2,5 Milliarden Euro auf.- Das Recht auf kommunale Selbstverwaltung muss für die Kommunen auch in ihrer Eigenschaft als Träger der Feuerwehren gestärkt werden. Dies reicht von Fragen der Unfallversicherung über die Ausschreibung von Ausrüstungsgegenständen bis hin zum Dienstrecht.- Die Leistungen der Feuerwehren müssen dauerhaft ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden. Viel zu wenig werde - auch in der Medienberichterstattung - berücksichtigt, in welchem Maße materielle und Personenschäden durch den schnellen und professionellen Einsatz der Feuerwehren vermieden werden.
Kontaktdaten: Herausgeber: Deutscher Städte- und Gemeindebund Marienstraße 6 12207 Berlin Tel.: 030/773 07 201 Fax: 030/773 07 200 Web: http://www.dstgb.de E-Mail: franz-reinhard.habbel@dstgb.de
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen. |
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